Wissensmanagement: Vorteile gerade auch für kleine Unternehmen

Augenoptiker Bennewitz aus Annaberg-Buchholz hat seine Online-Plattform konsequent und kontinuierlich ausgebaut; das Unternehmen geradlinig in elektronische Netze integriert, betreibt ausgeklügeltes Wissensmanagement und – ist eine kleine Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit weniger als zehn Mitarbeitern.

In einer Untersuchung von 25 kleinen und mittleren Unternehmen hat das Steinbeis Transferzentrum Wissensmanagement & Kommunikation im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie nachgewiesen, wie effektiv und überaus sinnvoll es auch in überschaubaren Unternehmensgrößen ist, mit internem Know-how sorgsam umzugehen.

Denn ein Umstand vereint große und kleine Unternehmen gleichermaßen: Ganz egal, wie viel Wissen in Praxis und Ausbildung gesammelt wird, abgelegt sind diese Erkenntnisse zumeist nur im Erinnerungsvermögen des Einzelnen. Zudem lässt sich dieses Wissens weder zu beliebiger Zeit abschöpfen noch durchgängig innerhalb des Unternehmens weiter verwenden.

Im Gegenteil dazu die Strategie des ostdeutschen Optikers Bennewitz. Hier schafft man es, Kenntnisse über betriebswirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge, Prozesse und Betriebsorganisation, Produkte und Dienstleistungen, Kunden sowie Hardware- und Softwaretechnik zu konservieren. Der Lohn der Anstrengungen: Sicherung des Absatzes, gesenkte Kosten, Erschließung neuer Märkte und letztlich hat das Unternehmen durch die integrierten Online-Prozesse sein Sortiment vertiefen und zugleich verbreitern können.

In Zahlen ausgedrückt: Immer mehr Produkte und Dienstleistungen der Unternehmen sind direkt oder indirekt wissensabhängig. Die südwestfälische Industrie- und Handelskammer Hagen konstatiert: „Der Anteil der Produktionsfaktors Wissen an der Wertschöpfung des Unternehmens wird auf durchschnittlich 60 Prozent geschätzt –mit steigender Tendenz.“ Grund genug, warum sich auch kleine und Kleinstunternehmen dringend mit Wissensmanagement beschäftigen sollten – wie auch der erfolgreiche Augenoptiker Bennewitz beweist: „Bennewitz verfügt heute über eine Struktur, dank derer das Unternehmenswissen von seinen Trägern abgelöst in jederzeit verwertbarer Form greifbar ist. Durch die Wissensarbeit ist der eigentliche Unternehmenswert fassbar geworden. Er ist jetzt, da er nicht nur dokumentiert, sondern auch aktiviert wurde, messbar, entwickelbar und verwertbar“, konstatiert das Steinbeis Transferzentrum.

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